Babel inMotion

Babel inMotion

Babel inMotion ist das Musikvermittlungsprojekt des Asambura-Ensembles. Grundlage ist auch hier die Komposition MessiaSASAmbura von Maximilian Guth, die europäische Musiktradition in einen vielfältigen interkulturellen Diskurs stellt.

In individuell angepassten Workshops werden die Teilnehmenden mit fremden Musikkulturen und der musikalischen Avantgarde in Kontakt gebracht. Zusätzlich ist eine Zusammenkunft mit dem Komponisten des Werks MessiaSASAmbura, Maximilian Guth, möglich.

Die Workshops werden von unseren erfahrenen Pädagogen gestaltet, denen vor allem das gemeinsame Tun und das gemeinschaftliche Gestalten am Herzen liegt. Die Teilnehmenden werden aktiv in die Arbeit mit einbezogen und die verschiedenen kulturellen Hintergründe sensibel berücksichtigt.

Konzipiert sind unserer Workshopeinheiten sowohl für Schülerinnen und Schüler, aber auch für musikinteressierte Menschen anderer Altersstufen möglich. Die Beherrschung eines Instrumentes kann in die Arbeit integriert werden, ist aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Je nach Umfang und Vorkenntnissen sind folgende Workshop- Inhalte möglich:

– (erster) Kontakt mit Improvisation (Instrument/Stimme)

– (spielerisches) Kennenlernen und Erforschen von modernen und ungewöhnlichen Spieltechniken

– Vorstellung „exotischer“ Instrumente, u.a. Oud, Santur, Mbira

– Umsetzung von Musik in Bewegung und Schattenbilder

– Experimente mit der eigenen Stimme und Sprache

– Besuch von Gastmusikern aus dem Asambura-Ensemble

– Einführung in Ensembleleitung (Improvisieren – Orchester)

In „Babel inMotion“ werden bekannte Strukturen von Musik und ihrer Wahrnehmung aufgebrochen und neue Wege des musikalischen Ausdrucks und der musikalischen Kommunikation aufgezeigt. Durch das vielseitige Aufeinandertreffen unterschiedlicher Musikkulturen und Musiker entsteht für die teilnehmenden unterschiedlichen Altersgruppen und Zuhörer ein Prozess, welcher der Skepsis gegenüber dem Fremdem und Unbekanntem entgegenzuwirken kann.

Vielseitige Gegenüberstellungen von Moderne und Tradition, von eigener und fremder Kultur zeigen Besonderheiten anderer Musikkulturen und -stilistiken auf und in „Babel inMotion“ wird mit ihnen gearbeitet. Durch die direkte Interaktion erhoffen wir uns, der anfänglichen Skepsis gegenüber dem Unbekannten und Fremden entgegenzuwirken.
Die emotionale Verbundenheit der eigenen Identität mit der Sprache wird zudem durch den Projekttitel „Babel InMotion“ verdeutlicht: Die Nähe der Begriffe „InMotion“ und „Emotion“, beides Grundgedanken dieses Projektes, sind vor diesem Hintergrund bewusst gewählt.
Gerade in Zeiten der politisch-religiösen Radikalisierung kann „Babel“ darauf verweisen, dass Hoffnung und Wille nach Frieden universell sind und ständig von Neuem angestrebt werden müssen.