LUX PERPETUA

eine interkulturell-kompositorische Neuinterpretation
von Mozarts Requiem über Ewigkeit

LUX PERPETUA akzentuiert das ewige Licht in Auseinandersetzung mit Mozarts berühmtem Requiem. Was ist ewig und wie kann es künstlerisch umgesetzt werden? Welche Symbolkraft hat das Licht in verschiedenen Kulturen und Religionen? 

In Mozarts Introitus begegnen wir zwei verschiedenen Dimensionen von Ewigkeit: Requiem aeternam (ewige Ruhe) und lux perpetua (ewiges Licht). Während aeternam für alle Dimensionen von umfassender Unendlichkeit verwendet wird, kennen wir den Begriff perpetuum aus der Physik: ein sich fortwährend bewegendes perpetuum mobile, das ohne weitere Energiezufuhr ewig in Bewegung bleibt.

Zwischen diesen beiden Vorstellungen von der Ewigkeit – ewige, statischer Ruhe und kontinuierliche zirkuläre Bewegung und Rhythmus, dazu verschiedene gleichzeitige Ebenen von Zeit – darin liegt die musikalische Polarität von LUX PERPETUA.

Maximilian Guth – Komposition

LUX PERPETUA setzt der Ausgrenzung von Menschen anderen Glaubens und der Angst vor dem „Fremden“ etwas entgegen: Guth spannt musikalisch einen faszinierenden Bogen zwischen europäischen und außereuropäischen Kulturen und verbindet die drei monotheistischen Religionen Judentum, Islam und Christentum. Mehr als zwei Stunden lang ließ das Publikum sich ein auf ungewohnte Klänge, setzte sich auseinander mit Verzweiflung und Hoffnung, Trauer und Trost und öffnete sich mit der Musik dem ewigen Licht.
Bad Cannstatt Blog


„Um die Ewigkeit in Klängen einzufangen, entstehen immer wieder Klangflächen, die metrische Strukturierung der Mozartkomposition löst sich auf. Die Töne aus Mozarts Introitus fließen ineinander und vergehen und mischen sich mit dem Nachhall des Kirchengewölbes. Die Chöre und das groß besetzte Asambura-Ensemble setzen mit Maximilian Guths Komposition ein Statement gegen Ausgrenzung und Verfolgung, für Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Religionen, für einen Dialog auf Augenhöhe.“
Württembergische Blätter für Kirchenmusik