Fremd bin ich eingezogen

eine interkulturelle Neuinterpretation
von Schuberts Winterreise

Sologesang: Yannick Spanier | Mehdi Saei
Kompositorische Neuinterpretation: Maximilian Guth
Idee: Maximilian Guth | Ehsan Ebrahimi

WAS IST HEIMAT?
In Schuberts Liederzyklus begegnen wir einem Reisenden: einem Fremdling, einem Heimatlosen, einem unglücklich Verliebten, einem ziellos Umherziehenden, im Spannungsfeld zwischen seinen Träumen und bitterer Wirklichkeit, zwischen kalter Realität und wärmender Erinnerung.

Asambura verbindet Schubert mit persischen Gedichten und Klagemeditationen über Fremdheit, Flucht, Sehnsucht und Einsamkeit und entwickelt damit einen neuen, melancholischen Zyklus mit einem Hoffnungsschimmer:
Der Wunsch nach Zugehörigkeit und Heimat verbindet die Menschen verschiedener Kulturen auf ihrer persönlichen Winterreise. 

„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus“ – im Hinblick auf die Heimatlosigkeit so vieler Menschen auf der Flucht ist dieser neu interpretierte Liederzyklus hochaktuell.

Ein Gefangener im Fernweh bin ich hier
und keine Stimme spendet Trost mir.
Lass uns nehmen
was wir brauchen
und uns auf einen Weg
ohne Rückkehr machen
um zu erfahren
ob überall der Himmel die
gleiche Farbe mag tragen.
(Übertragung nach Mehdi Akhavan-Sales)

 

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„Die Instrumentalmomente der interkulturellen Winterreise entfalten einen ganz eigentümlichen Sog. Wie das Stück Schubert anklingen lässt, Richtung östlicher Meditation abschweift und auch wieder zu den uns bekannten Melodien zurückkehrt, das hat Maximilian Guth nicht nur fantasie- sondern auch sehr respektvoll komponiert.“
Marcus Stäbler / NDR KULTUR

„Es ist eine fantastische Musik mit höchster emotionaler Dichte! Die Farben, die Maximilian Guth und das Asambura-Ensemble kreieren sind atemberaubend.“
Prof. Dr. Eckart Altenmüller

„Vor dem Hintergrund weltweiter Migrationsströme unserer Zeit und in der kompositorischen Interpretation Guths gewinnt Schuberts Musik weitere Ebenen hinzu, besonders in der wundervoll schwermütigen „Guten Nacht“
Mindener Tageblatt

„Im Hinblick auf die Heimatlosigkeit so vieler Menschen auf der Flucht ist dieser neu interpretierte Liederzyklus hochaktuell“
Hannover Kunst

„die interkulturelle Neuinterpretation von Maximilian Guth und dem Asambura-Ensemble mischt persische Klangwelten in die Schubertsche Fremdheit tut so einen ganz neuen Kosmos auf.“
neue Musikzeitung nmz

„Diese Verbindung der Schubert’schen Einsamkeit und Heimatlosigkeit mit den melancholischen nahöstlichen Klängen war für viele äußerst bewegend.“
Sächsische Zeitung

Die Idee, Schuberts Winterreise mit den Flüchtlings-Problemen unserer Zeit in Verbindung zu bringen, gibt diesen zeitlosen Werk noch einmal eine ganz neue Brisanz. Die Gegenüberstellung und Verschmelzung mit persischer Musik und Lyrik ist dabei äußerst gelungen! Es ist, als ob man Schuberts Musik durch ein Prisma betrachtet und dadurch neu erlebt. Umgekehrt ist es genauso: auf dem Hintergrund von Schuberts Klängen hört man die Musik aus dem persischen Kulturkreis mit ganz anderen Ohren. Maximilian Guth verschmilzt das Ganze auf gekonnte und höchst sensible Weise zu einem großen Ganzen. Die Qualität von Komposition und Ensemble ist hervorragend, und ich gratuliere von Herzen zu dem gelungenen Projekt!“
Prof. Christoph Poppen

„Fremd bin ich eingezogen von dem Asambura-Ensemble und Komponist Maximilian Guth liefert noch einen eindrucksvollen Beleg dessen, dass Musik als eine Kunstform ein universelles Denksystem auf der Kreuzung des Aktuellen und des Ewigen ist.“
Dr. Anna Fortunova

„Als besonders anrührend empfinde ich den Übergang zwischen der Letzten Hoffnung und dem Stück Wegweiser. Dort streift die Musik erneut zwischen verschiedenen Klangwelten umher, bevor sie sich in Schuberts Fußstapfen zurückschleicht. Das Asambura-Ensemble betört wieder mit seinem instrumentalen Gesang und einem faszinierenden Farbreichtum.“
Marcus Stäbler / NDR KULTUR