MessiaSASAmbura

MessiaSASAmbura
Musik Ostafrikas und Händels Messiah
religiöse Entgegnung und kultureller Aufbruch?

In MessiaSASAmbura begegnet ein herausragendes Werk der europäischen Tradition, Händels „Messias“, ostafrikanischer Musik. Es entsteht Neue Musik: Musik im Jetzt, im SASA – das bedeutet in Swahili „Jetzt“. Einander fremde Musikstile und – sprachen gehen aufeinander zu. Avantgarde-Elemente schaffen die für eine wechselseitige Wahrnehmung und einander durchdringende Transformation unverzichtbaren kreativen Räume. Das Erlebnis der entstehenden Musik verändert Hörgewohnheiten und sensibilisiert den Blick auf eine sich wandelnde und weiterhin wandlungsbedürftige Welt.

MessiaSASAmbura entstand in Auseinandersetzung der Musiker*innen des asambura ensembles mit den musikalischen Traditionen und den Menschen in den Usambara Bergen und den benachbarten Steppen im Osten Tansanias, einer Region, die – ausgehend von eben dem Europa, das lange Zeit von seiner kulturellen und christlich fundierten Überlegenheit überzeugt war – missioniert wurde. Auch wenn manche positiven Wirkungen der Missionsgeschichte auch differenziert betrachtet werden müssen, verband sich doch die Missionierung mit kolonialer Anmaßung und Machtentfaltung. Beides hinterließ unauslöschliche Spuren – wahrnehmbar als noch immer schmerzhafte Wunden, als Narben und Prägung. MessiaSASAmbura stellt Fragen zu dieser vielschichtigen Vergangenheit und Gegenwart.
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Komposition •  Maximilian Guth (nach Georg F. Händel)

Uraufführung • 2016 Minden • mit Choreografie von Petra Nottmeier 

„eindrückliches Überschreiten von Grenzen des bisher Gehörten“
Lübecker Nachrichten


„Das Werk nimmt gefangen und zieht den Hörer in seinen Bann. Klangflächen werden von rhythmisch-perkussiven Passagen abgelöst. Die Übergänge gelingen nahtlos und organisch.“ Mindener Tageblatt



„immer von Neuem überraschen Vielfalt und Raffinesse der Instrumentation.“
Neue Zeitschrift für Musik


„Das Motto des Werkes – ,Weite wirkt‘ – ist eine bewusste Bejahung des Stil- und Kulturpluralismus‘. Nicht um Aufhebung von Unterschieden, um einebnende Verflachung geht es, sondern um Toleranz, um das Aushalten des zunächst Fremden ohne Angst und Vorurteile.“
Neue Westfälische Zeitung


„Guths Musik lässt die Klangformen des Asambura-Ensembles bestens zur Geltung kommen. Die Stücke wachsen meist aus wenigen Klängen heraus, die sich dann zu rhythmisch prägnanten Klangräumen formen. Damit bilden sie einen spannenden Kontrast zu Händels barocker Musiksprache, ohne zu ihr in Konkurrenz zu treten. In Zeiten der allgegenwärtigen Verzweiflung ist der Glaube an die Hoffnung eine der zentralen Botschaften, die weit über Länder und Konfessionen hinaus wirken kann.“
Mindener Tageblatt


„Das musikalische Niveau und die Qualität der Interpretation waren ausnahmslos überragend. Nie lies die Spannung nach, die tiefe Symbolik des Werks und seine assoziative Imaginationskraft waren mit allen Sinnenerlebbar. Minutenlange, stehende Ovationen des Publikums waren Dank und Lohn.“
Die Glocke


„Die Wirkung, die diese Instrumentalsuite auf den Hörer macht, ist unmittelbar und von großer Wucht: avantgardistische Klangflächen, aus denen sich unvermittelt Melodielinien der Soloinstrumente herausschälen, geflüsterte und geschriene Sprachpassagen, prägnante Rhythmen; und durch alles schimmert immer wieder das Händelsche Original. Weltwissen, das man nicht sehen kann.“
Mindener Tageblatt


„Ein kulturübergreifender Konzertleckerbissen!“
Göttinger Tageblatt


„Meister der musikalischen Alchemie“
Neue Zeitschrift für Musik


„Das berühmte „Halleluja“ aus Georg Friedrich Händels „Messias“ kommt einem in diesen Zeiten nur schwer über die Lippen: Krieg und Hunger, Flucht und Vertreibung bestimmen ja nicht nur die Schlagzeilen, sondern das Leben von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Diese Menschen brauchen Hilfe – und Hoffnung auf ein besseres Leben. MessiaSASAmbura versprüht diese Hoffnung und gibt zugleich jenen die nötige Kraft, die Menschen in Not helfen.“
Hannelore Kraft, ehem. Ministerpräsidentin NRW