KALEIDOSCOPIA

KALEIDOSCOPIA
ein Interdisziplinärer Zyklus
über Nähe, Distanz und Erinnerung

Im interdisziplinären Zyklus KALEIDOSCOPIA entstehen klangliche, visuelle und performative Dialoge über Isolation und Fremdheit, über Nähe, Begegnung und Distanz. 
Die aktuellen Erfahrungen dieser Themen in unserer Gegenwart treten in den Dialog mit den Erinnerungen von Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen. In diesem Sinne wird der Begriff der Erinnerungskultur beleuchtet:
Aktives Erinnern bedeutet nicht nur faktischer Rückblick auf Vergangenes, sondern Solidarität, Wertschätzung und Toleranz gegenüber den Gefühlen und Erfahrungen des Anderen.

Die Verschiebung der (eigenen) Perspektiven durch Erfahrungen wie Sehnsucht, Fremdheit, Flucht, Heimat, Diskriminierung und Vergänglichkeit wird durch die unterschiedlichen Disziplinen vielschichtig und vielfarbig – wie bei einem Kaleidoskop – in Szene gesetzt.

Die Konzerte knüpfen je nach Aufführungsort auf unterschiedliche Art an Erinnerungskultur an.

An Erinnerungs- oder Gedenkorten kommen Opfer oder Betroffene bestimmter Ereignisse zu Wort: Geflüstert, gelesen oder projiziert werden ihre Texte mit Musik in Verbindung gesetzt, die sich ebenfalls mit Vergangenem auseinandersetzt. So werden Assoziationen zum Thema aus Schuberts Wintereise und Bachs Chaconne neu gedeutet. Es entstehen scheinbar meditative Klangpassagen, die nebeneinander koexistieren.

Ort, Klang, Tanz, Projektion und Licht interagieren miteinander zu einer Performance-Collage über Zivilcourage und ein (utopisches?) vielfarbiges Kaleidoskop.

Komposition: Maximilian Guth
performative Dramaturgie: Neam Tarek & Kassandra Siebel
Tanzchoreografie: Winnie Dias & Pascal Schmidt
Dirigat: Daniel Moreira
Elektronik: Ehsan Ebrahimi
Videokunst: Ghazaleh Ghazanfari
Projektionen: Andre Bartetzki
Lichtinstallation: David Hesse