MessiaSASAmbura

ein interkulturelles Oratorium nach Händels Messiah
mit ostafrikanischen Musikelementen

MessiaSASAmbura konfrontiert in einer kompositorischen Neuinterpretation G. F. Händels „Messiah“ mit Elementen der vielfältigen tansanischen Musik. Dabei entsteht Musik voller energetischer Brüche und Überlagerungen – wie zirkuläre, patternartige Rhythmen im Dialog mit Chören aus Händels OratoriumAuf diese Weise setzt sich MessiaSASAmbura auch mit der Kolonial- und Missionsgeschichte Tansanias künstlerisch auseinander.

Das Andersartige der verarbeiteten Musikstilistiken wird als Chance für einen Dialog begriffen, Spannungen zwischen den unterschiedlichen Ästhetiken werden ausgelotet und bleiben bestehen. 

Barock interagiert mit Klangfarben Klangfarben, Formen und Rhythmen außereuropäischer Musikkulturen, von tiefen Querflöten über präpariertes Klavier, ponticello-Streicher und Marimba bis hin zur westafrikanischen Kora, arabischen Oud, Udu Drum, Mbira und Djembe und wird in einen künstlerischen Diskurs gestellt.

 Komposition: Maximilian Guth

MessiaSASAmbura 05/2016 | Choreografie Petra Nottmeier
photo © Jochen Lewin

 

„Das Motto des Werkes – ,Weite wirkt‘ – ist eine bewusste Bejahung des Stil- und Kulturpluralismus‘. Nicht um Aufhebung von Unterschieden, um einebnende Verflachung geht es, sondern um Toleranz, um das Aushalten des zunächst Fremden ohne Angst und Vorurteile.“
Neue Westfälische Zeitung

„Guths Musik lässt die Klangformen des Asambura-Ensembles bestens zur Geltung kommen. Die Stücke wachsen meist aus wenigen Klängen heraus, die sich dann zu rhythmisch prägnanten Klangräumen formen. Damit bilden sie einen spannenden Kontrast zu Händels barocker Musiksprache, ohne zu ihr in Konkurrenz zu treten. In Zeiten der allgegenwärtigen Verzweiflung ist der Glaube an die Hoffnung eine der zentralen Botschaften, die weit über Länder und Konfessionen hinaus wirken kann.“
Mindener Tageblatt

„Das musikalische Niveau und die Qualität der Interpretation waren ausnahmslos überragend. Nie lies die Spannung nach, die tiefe Symbolik des Werks und seine assoziative Imaginationskraft waren mit allen Sinnenerlebbar. Minutenlange, stehende Ovationen des Publikums waren Dank und Lohn.“
Die Glocke

„Die Wirkung, die diese Instrumentalsuite auf den Hörer macht, ist unmittelbar und von großer Wucht: avantgardistische Klangflächen, aus denen sich unvermittelt Melodielinien der Soloinstrumente herausschälen, geflüsterte und geschriene Sprachpassagen, prägnante Rhythmen; und durch alles schimmert immer wieder das Händelsche Original. Weltwissen, das man nicht sehen kann.“
Mindener Tageblatt

„Das berühmte „Halleluja“ aus Georg Friedrich Händels „Messias“ kommt einem in diesen Zeiten nur schwer über die Lippen: Krieg und Hunger, Flucht und Vertreibung bestimmen ja nicht nur die Schlagzeilen, sondern das Leben von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Diese Menschen brauchen Hilfe – und Hoffnung auf ein besseres Leben. MessiaSASAmbura versprüht diese Hoffnung und gibt zugleich jenen die nötige Kraft, die Menschen in Not helfen.“
Hannelore Kraft, ehem. Ministerpräsidentin NRW