MessiaSASAmbura

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MessiaSASAmbura 05/2016 | Choreografie Petra Nottmeier
photo © Jochen Lewin

MessiaSASAmbura konfrontiert in einer kompositorischen Neuinterpretation Händels „Messiah“ mit Elementen tansanischer Musik (die sich u.a. aus den kulturspezifischen Charakteristika der verschiedenen ostafrikanischen Ethnien sowie Islam, Christentum und ursprünglichen Religionen zusammensetzt). Dabei entsteht Musik voller energetischer Brüche und Überlagerungen – zum Beispiel zirkuläre, patternartige rhythmische Strukturen im Dialog mit Händels Choral „Since by man came death“. 

Auf diese Weise setzt sich das Werk auch mit der Kolonial- und Missionsgeschichte Tansanias auseinander, in deren Folge sich ostafrikanischer Ahnenkult und die christliche Vorstellung von einem Leben nach dem Tod verbunden haben.

Das Andersartige der verarbeiteten Musikstilistiken wird als Chance für einen Dialog begriffen, Spannungen zwischen den unterschiedlichen Sphären werden ausgelotet und bleiben bestehen. Dies wird als Gegenpol zu einer in vielen Teilen der Welt zunehmend zu beobachtenden Tendenz verstanden, andere Kulturen als Bedrohung wahrzunehmen.

Komposition / Künstl. Konzeption: Maximilian Guth

Klänge der europäischen Klassik und der Neuen Musik interagieren und kontrastrieren dabei mit Klangfarben, Formen und Rhythmen außereuropäischer Musikkulturen, von tiefen Querflöten über präpariertes Klavier, ponticello-Streichern und Marimba bis hin zur westafrikanischen Kora, arabischen Oud, Djembe und iranischen Santur.

Dabei entsteht Musik voller Kontraste und Brüche – sphärisch, melancholisch und groovig.
Ein ganz neues Klangspektrum! Austausch der Kulturen, pulsierende Rhythmik, Freude am Fremden!