MISSA MELASUREJ

interreligiöse Neuinterpretation nach Palestrina

Die MISSA MELASUREJ weist bereits im Titel auf einen interreligiösen Aspekt hin. Melasurej beinhaltet eine Spiegelung des Wortes Jerusalem. Die lateinischen Buchstaben (analog zur Sprache der römisch-katholischen Kirche) werden von rechts nach links „gespiegelt“, was an die Leserichtung im Hebräischen und Arabischen erinnert.

Jerusalem gilt mit einer Vielzahl von Synagogen, Moscheen und Kirchen als spirituelles Zentrum der drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Gleichzeitig erinnert uns Jerusalem als Stadt im politischen Brennpunkt des Nahostkonflikts an Szenen der Gewalt und an die Zerstörungskraft des religiösen Fanatismus. 

Die Neukompositionen reflektieren Palestrinas Missa Papae Marcelli neu und verbinden sie mit Musiktraditionen aus Judentum, Islam und Christentum.

Komposition – Maximilian Guth | Ehsan Ebrahimi | Justus Czaske | Abdulrahim Aljouja