FREMD BIN ICH EINGEZOGEN (Instrumentalfassung) 15.08.2021

Datum/Zeit
15. August 2021
16:30 - 17:30

Veranstaltungsort
Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz 1
30169 Hannover


FREMD BIN ICH EINGEZOGEN
Zyklus über Einsamkeit und Fremdheit
Eine interkulturelle und kompositorische Neuinterpretation
nach Schuberts Winterreise
als instrumentaler Zyklus ohne Worte

Sonntag, 15.08.2021 | 16:30
SPRENGEL MUSEUM HANNOVER
Eintritt: 10,- / 8,- (hier reservieren, an der Abendkasse bezahlen)

WAS IST HEIMAT? In Schuberts Liederzyklus begegnen wir einem Reisenden: einem Fremden, einem Heimatlosen, einem unglücklich Verliebten, einem ziellos Umherziehenden, im Spannungsfeld zwischen seinen Träumen und bitterer Wirklichkeit, zwischen kalter Realität und wärmender Erinnerung.
Asambura verbindet Schuberts Lieder mit persischen Gedichten und Klagemeditationen über Fremdheit, Flucht, Sehnsucht und Einsamkeit und entwickelt damit einen neuen, melancholischen Zyklus mit einem Hoffnungsschimmer:
Der Wunsch nach Zugehörigkeit und Heimat verbindet die Menschen verschiedener Kulturen auf ihrer persönlichen Winterreise.
„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus“ – im Hinblick auf die Heimatlosigkeit so vieler Menschen auf der Flucht ist dieser neu interpretierte Liederzyklus hochaktuell.
Der Zyklus für Asambura-Septett, instrumentiert für Violine, Viola, Bassklarinette, präpariertes Klavier, Gitarre, Theorbe und persische Santur, greift ohne Worte die essenziellen Motive der Winterreise als musikalisches Ausgangsmaterial auf und verbindet sie mit Klängen aus dem Nahen Osten.
Es entstehen subtile Dialoge zwischen instrumentalen Klangverbindungen und Musikkulturen. Das Aufeinandereingehen wird zum zentralen Element, ausgehend von Maximilian Guths neu komponiertem Zyklus für zwei Solosänger und Instrumentalensemble.

„Von großer Neugier und Offenheit getragen, offenbart das Projekt die Beziehung zum Fremdgeglaubten über den Prozess der Annäherung, vereint Kategorien des Anderen und Eigenen im Gemeinsamen und weist darüber hinaus auf die katastrophalen Zustände hin, denen flüchtende Menschen im Hier und Jetzt ausgesetzt sind. (…)
Mit Kraft, Musik und Worten appelliert die interkulturelle Winterreise auch an die Verantwortung, die die Privilegierten von uns haben: Den Fremd Eingezogenen willkommen zu heißen. (…)“
Auszug aus dem Grußwort von Friederike Ankele
Leitung Musikland Niedersachsen

Kompositorische Neuinterpretation  nach Franz Schubert
Maximilian Guth | Justus Czaske

Konzept & Idee
Maximilian Guth | Ehsan Ebrahimi

Asambura-Ensemble
Santur | Ehsan Ebrahimi
Violine | Roland Gudden
Viola | Florian Giering
Bassklarinette | Daniela Kohler
Cornelius Rauch | Klavier
Theorbe | Janis Neteler
Gitarre | Kassandra Siebel

Texte
Wilhelm Müller
Rahi Moayeri
Mehdi Akhavan-Sales
Saadi

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